Normungspanel

Aufbau und Umsetzung eines Deutschen Normungspanels

 

Unternehmen können Normung als strategisches Instrument einsetzen. 

So tragen beispielsweise im frühen Stadium einer Produktentwicklung Normung und Standardisierung dazu bei, den Markt auf das neue Produkt vorzubereiten. Während 

für den Nutzen der Normung, also beispielsweise die Gestaltung des Marktes, Investitionssicherung und Selbstverwaltung, zahlreiche Beispiele vorliegen, so ist 

die empirische Datenlage für die Normungsforschung noch nicht befriedigend. Normungsforschung soll dazu beitragen, Unternehmen und Organisationen, die die Normung als strategisches Mittel bisher vernachlässigt haben, für eine Teilnahme zu sensibilisieren und motivieren.

  

Aus diesem Grund wurde das Deutsche Normungspanel (DNP) initiiert, das durch Wissenschaftler des Fachgebietes Innovationsökonomie der Technischen Universität (TU) Berlin konzipiert und durchgeführt wird. Durch das Deutsche Normungspanel sollen neue Erkenntnisse für die Normungspraxis, -politik und -forschung gewonnen werden. Ziel ist es, in Zukunft messbare Ergebnisse zum Nutzen der Normung zu erhalten sowie Trends ableiten zu können, zum Beispiel zur zukünftigen Behandlung von Konsortialstandards oder die Beschleunigung der Normungsprozesse.

  

Die TU Berlin führt zur Erhebung der Daten eine Online-Befragung von Unternehmen, Wirtschaftsverbänden Universitäten, Forschungseinrichtungen und Organisationen durch. Die Panelbefragung ist langfristig angelegt und findet regelmäßig statt. Wissenschaftler der TU Berlin konzipieren die Befragung und nehmen die Datenauswertung und -aufbereitung vor.

 

Wenn Sie weitere Fragen zum Deutschen Normungspanel haben, kontaktieren Sie bitte:

  

Technische Universität Berlin

Jo-Ann Müller, M.A.

E-Mail: jo-ann.mueller@tu-berlin.de

Tel.: +49 30 314 76629

Internet: http://projects.inno.tu-berlin.de/DNP

  

An der Teilnahme Interessierte können sich auch an DIN wenden.

  

Details zur Befragung

 

Der Erhebungsfragebogen weist sowohl stabile Kernbestandteile auf, welche wiederholt erhoben und somit zeitlich analysierbar sind, als auch flexible Bestandteile. Die flexiblen Bestandteile sind wichtig, um in adäquater Weise aktuelle Themen, wie die oben erwähnten Konsortialstandards oder die Geschwindigkeit des Normungsprozesses, zu untersuchen. Hierbei ist darauf zu achten, dass ein ausgewogenes Verhältnis aus Langzeitbeobachtung und den aktuellen Fragestellungen gefunden wird.

  

Hintergrund

 

Die Normungsforschung, d. h. die Beforschung des Themas mit all seinen Dimensionen von der Entstehung, über den Prozess bis hin zur Implementierung von Normen, fristet – trotz der in den letzten Jahren gemachten Fortschritte – im Vergleich zur Innovationsforschung ein Schattendasein. Dies ist trotz umfangreicher theoretischer Arbeiten vor allem darin begründet, dass keine umfassenden empirischen Daten zur Verfügung stehen. Die Innovationsforschung hingegen kann auf die sehr guten Daten weltweit vergleichbarer Patentdatenbanken zurückgreifen. Insbesondere die in Deutschland verfügbaren Paneldaten, d. h. Zeitreihen für einzelne Unternehmensinformationen, stellen eine wichtige Datenquelle der unternehmens-bezogenen Innovationsforschung dar und haben zur Entwicklung einer großen und weiter wachsenden Innovationsforschungsgemeinschaft geführt. Die Regierung nutzt die Paneldaten, um innovationspolitischen Handlungsbedarf zu identifizieren, wie z. B. die steuerliche Behandlung von Ausgaben für Forschung und Entwicklung oder den erleichterten Zugang zu Kapital für die Finanzierung von Innovationen, und zukünftige Politikmaßnahmen zu legitimieren bzw. zu evaluieren.

 

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Ansprechpartner

DIN

Hermann Behrens 

Am DIN-Platz 

Burggrafenstr. 6 

10787 Berlin 

Tel: +49 30 2601-2691 

Fax: +49 30 2601-42691 


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